Körperlich weit- und nahzoomen

Heute starten wir praktisch: Spüren Sie einmal die stofflichen Ränder Ihres Körpers. Die Haut überspannt diesen Raum, unseren Körper. Nehmen Sie dies einmal bewusst wahr. https://blog.tina-knape.de/2020/11/19/koerperreise/
Wenn das 3D nicht so leicht klappt, beginnen Sie damit, Ihre Auflageflächen beziehungsweise festen Berührungspunkte mit der Außenwelt deutlicher zu spüren. Vielleicht sitzen Sie und können so das Anlehnen des Rückens und die Sitzfläche unter Ihrem Gesäß deutlich spüren. Stehen Sie? Dann nehmen Sie nun bewusst Ihre Füße auf dem Boden wahr. Sollten Sie gerade liegen und somit eine große Auflagefläche haben, umranden Sie Ihren Körper mit einem imaginären Stift, um dass es eine Zeichnung auf der Unterlage ergäbe wie an einem Tatort.

Wenn das Spüren besser gelingt, nehmen Sie sich nun noch einmal in 3D und räumlich wahr. Die Körpergrenze – unsere Haut – trennt uns in gewisser Weise von unserer luftigen Umgebung ab. Es ist gut, sich derer gewahr zu sein. Unser Körper ist ein in sich geschlossenes System. Das bietet Schutz. Das bedeutet Grenze. Das ist auch ein Rahmen. Es ist Limit. Es beinhaltet Klarheit. Es hilft bei der Erkenntnis: Hier bin ich und da draußen ist die Welt. https://blog.tina-knape.de/2025/04/30/selbst-hand-auflegen/

Wir haben verschiedene Möglichkeiten, mit der Welt zu kommunizieren. So ist nicht nur Sprache, sondern auch Berührung und sich anfassen, eine tiefgehende Variante. Haut auf Haut. Körper mit Körper. Wir können aber auch miteinander in Kontakt treten, indem wir uns ansehen, gemeinsam einen Ton hören. Auch ein Beieinander sein schafft Verbindung, den Raum zu teilen und zu halten. https://blog.tina-knape.de/2021/06/10/rahmen-und-raum/

Spüren Sie noch einmal in Ihren Körper. Es gibt nicht nur das stoffliche Material, aus dem Sie bestehen. Nah um Sie herum gibt es mehr. Manche nennen es Energiefeld, andere Aura. Manche erleben dieses Phänomen als Farben, andere als Ringe. Für manche ist mehr-als-nur-fester-Körper-sein selbstverständlich, andere finden es strange. Lassen Sie für den Augenblick einfach einmal zu, dass es da vielleicht noch etwas spürbares um Sie herum gibt. Wie sieht das bei Ihnen aus? Können Sie darin, von Ihrem Körper ausgehend, etwas einstrahlen?
Sie kennen sicher so charismatische Typen, die Sie mit ihrer Ausstrahlung über Eisdielentische hinweg erreichen. Und wiederum gibt es Redner, deren Stimme direkt vor das Pult plumpst und somit das Publikum null erreicht. Dabei geht es nicht nur um die Stimme und das gesprochene Wort, sondern auch um das Füllen des Energiefelds um sich herum.

Damit bewusst zu spielen und auf beide Zustände zugreifen zu können, kann ein sehr hilfreiches Tool sein. Um in der Bahn zu sitzen und bei all den verschiedenen Menschen um Sie herum ausreichend geschützt zu sein, ist es eine wichtige Fähigkeit, sich zusammenziehen zu können und auf rein körperlich-stofflicher Ebene mit Unbekannten den Sitz zu teilen. Es stellt eine Gabe dar, im Kontakt mit anderen Personen oder beim Vortrag im Team aussprossen zu können und sich energetisch-räumlich auszuweiten. Die Freiheit besteht darin, sich seines Ausstrahlungsfeldes drumherum gewahr zu sein und im besten Fall darauf zugreifen zu können, um es der Situation stimmig anzupassen. Einerseits, um sich vielleicht zu schützen. Andererseits, um aus sich heraus zu gehen und allumfassender zu erreichen.

Jetzt nochmal nachspüren: Gelingt Ihnen ein Ausweiten? Können Sie Ihre Aura aufblähen und durch jede Pore atmen wie ein Michelin-Männchen? Können Sie sich in ein inneres Zentrum zurückziehen, klar abgrenzen und sich innen ganz nah sein? Klingt vielleicht abgefahren, lohnt sich aber sehr, in seinen Selbsterfahrungs-Tools mit einzubeziehen.

Frohes Entdecken und Experimentieren.

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