
Woran denken Sie, wenn Sie diese Bilder sehen?

An Wohlgefühl? Genuss? Fürsorge?

Liebe (und Gesundheit) geht durch den Magen?

Über den Jahreswechsel habe ich aus drei verschiedenen Himmelsrichtungen Bildmaterial des Frühstücks aus Krankenhäusern erhalten. Damp, Rostock, Berlin. Ich glaube, es ist schwer, die Bilder kulinarisch den jeweiligen Regionen zuzuordnen. Auch drei vollkommen verschiedene Gründe hat diese Menschen zu Patienten werden lassen und sie in die Situation gebracht, Vollverpflegung in einem deutschen Krankenhaus in Anspruch nehmen zu müssen.
Doch grundsätzlich ist ein gemeinsamer Nenner auf den Fotos erkennbar: Vitamine sind vollkommen überbewertet. Graubrot heißt so, weil es auch genau so aussieht. “Das Auge isst mit”, stimmt zwar, ist aber keine Richtlinie, die im Klinikküchensetting berücksichtigt wird.
Deswegen heißt es wohl auch “Krankenhaus” und nicht “Genesungshaus”. Es gibt verschiedene -bewusste und unbewusste- Ansätze, wie man Patienten dazu bringen kann, wieder ihr Zuhause anzustreben — auch, in dem es nicht zu lecker und komfortabel ist. So hält man erfolgreich einen sekundären Krankheitsgewinn in Schach https://blog.tina-knape.de/2025/03/05/sekundaerer-krankheitsgewinn/.
Sollten Sie Angehörige und Freunde in einem Krankenhaus besuchen, fällt es Ihnen nun vielleicht leichter, zu wissen, was wohl ein angemessenes, Gesundheit und Freude stiftendes Mitbringsel sein könnte: Etwas mit Farbe und mit Vitaminen. Das ist im Supermarkt auch schon in dieser Kombination erhältlich. Beispielsweise Äpfel, Bananen oder Möhren. Farbenfroh und mit gesunden Inhaltsstoffen. Auch schon portioniert. Unglaublich, was die Natur so bietet.
Dass dieses Wissen inklusive der finanziellen Mittel bis in die Klinikküchen vordringt, ist vermutlich zeitnah eher nicht zu erwarten. Also lassen Sie uns mit Mitgefühl an alle Patient*innen denken, die im Moment als Tagesauftakt vor so einem Frühstückstablett sitzen und trotzdem wieder gesund werden wollen und sollen. Und beißen Sie heute als Gesunder einmal beherzt in den Apfel. An apple a day keeps the doctor away. 😉
Gute Besserung an alle Betroffenen.